Nach einer größeren Katastrophe bricht womöglich neben anderen Bereichen der Infrastruktur auch die medizinische Versorgung zusammen. Während das für jüngere, gesunde und kräftige Menschen erstmal kein direktes Problem darstellen sollte, kann sich nicht jeder auf seine Gesundheit verlassen. Besonders für Kleinkinder und Senioren ist eine medizinische Versorgung notwendig, um Beschwerden und Krankheiten zu heilen, die andernfalls lebensgefährlich sind.

Von Bluthochdruck über Diabetes, Arthritis oder chronischen Schmerzen, bis hin zu Alzheimer- und Demenzerkrankungen gibt es eine Menge an Problemen, denen man sich stellen muss. Und dann gibt es noch allgemeinere Probleme, wie Grippe, Schnittwunden, Knochenbrüche oder auch Allergien, Pilz- und Viruserkrankungen oder bakterielle Infektionen etc. In all diesen Fällen hängen Menschen von der modernen Medizin ab – und damit von geöffneten Krankenhäusern und Apotheke.

Denn wenn wir von moderner Medizin sprechen, dann umfassen wir einen sehr großen Bereich der Infrastruktur: Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und selbst Drogerie-Märkte. All diese Einrichtungen könnten schließen oder nur ein eingeschränktes Angebot haben. Selbst wenn Du einen Hustensaft brauchst, könnte es schwer werden, welchen zu finden.

Wichtige Medikamente vorrätig halten

Unter idealen Bedingungen hast Du Dich bereits mit erhältlichen Medikamenten eingedeckt, um Deine Familie für vier bis sechs Wochen zu versorgen. Falls Du oder jemand in Deiner Familie spezielle Medikamente für lebensbedrohliche Erkrankungen benötigt, solltest Du natürlich noch bei Deinem Arzt genügend Medizin für 90 bis 120 Tage besorgen.

Häufig ist es schwierig eine große Menge an benötigten Medikamenten verschrieben zu kriegen oder das Medikament ist nur eine gewisse Zeit lang haltbar. In beiden Fällen werden Deine Vorräte knapp werden, wenn das Desaster länger anhält. Was dann? Für viele endet hier einfach die lebensnotwendige Versorgung und viele werden aufgrund dieser Tatsache früher oder später wegen Erkrankungen oder Unfällen mit dem Leben ringen.

Es wird Leute geben, die an Mangelernährung, Infektionen oder Blutvergiftungen durch infizierte Wunden leiden werden. Aber Du musst nicht einer von ihnen sein. Wie bereits erwähnt kannst Du viele Medikamente ohne Verschreibung erhalten und es ist auch möglich bei Ärzten in Vorbereitung einer gefährlichen Reise genügend Antibiotika zu erhalten.

Pflanzen als Arznei nutzen

Du kannst Dich aber auch über all die Hilfsmittel informieren, die in der Natur zu finden sind. Die Benutzung vieler dieser Mittel ist in den traditionellen Medizinen lange verbürgt und viele wurden von der aufkommenden modernen Medizin in ihrer Wirkung bestätigt.

Blutdruck & Herz

Bei Bluthochdruck, Herzgefäßerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen gibt es ein paar Kräuter, die von der Medizin in ihrer Wirksamkeit bestätigt wurden:

Hagedorn

Hagedorn hat eine lange Geschichte bei der Anwendung auf das Herz und das Herzgefäßsystem. Die Blätter und Beeren können getrocknet oder als Tee zum trinken konsumiert werden. Hagedorn senkt den Cholesterin-Spiegel und Blutdruck, bewirkt erholsamen Schlaf und Schmerzreduzierung bei Angina.

Zimt

Zimt kann bei einer Dosis von 2 bis 6 Gramm pro Tag den LDL-Cholesterin-Spiegel um 10% bis 30% in 40 Tagen senken. Es reguliert außerdem den Glukose-Spiegel im Blut.

Rote Beete

Rote Beete sind besonders gesund für das Herzgefäßsystem sowie das Herz im Allgemeinen. Roh, gekocht oder als Saft sind rote Beete eine hervorragende Ernährung, um Dein Herz zu stärken.

 

Schmerz & Entzündungen

Bei chronischem Schmerz, Arthritis und Entzündungen bietet die Natur folgende Mittel:

Kurkuma

Kurkuma (gelber Ingwer) hat eine große Wirksamkeit als entzündungshemmendes Mittel und wurde schon lange in der chinesischen und indianischen Medizin bei Arthritis und Entzündungen angewandt.

Pfeffer

Die örtliche Anwendung durch Wickel oder Balsam, welche mit Cayenne-Pfeffer, Jalapeno, Habanero oder anderer scharfer Pfeffer-Sorten versehen sind, kann entzündungsbasierten Schmerz lindern.

Honig

Honig wird schon seit Jahrtausenden als Mittel gegen bakterielle Infektionen, Pilzbefall und als Antibiotikum angewandt. Auf die Wunde aufgetragen hilft es, den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Wunde sauber zu halten und kann durch die Einahme von ein bis drei Löffeln pro Tag auch bei inneren Entzündungen helfen. Ein verbreitet Anwendung ist eine Mischung aus Honig und Zimt zu gleichen Teilen gegen Arthritis.

 

Antibiotische Pflanzen

Wenn Du Antibiotika benötigst, aber keine zur Hand hast, gibt es in der Natur einige Entsprechungen. Zu den besten in dieser Hinsicht zählen:

Knoblauch

Knoblauch enthält die Grundlagen für Allicin. Allerdings muss es dafür geschnitten oder zerstampft werden. In diesem Fall verbindet sich ein Enzym (Allinase) mit Alliin zu besagtem Allicin. Allerdings zerfällt Allicin sehr schnell, weshalb der Knoblauch bald nach dem Zerstampfen konsumiert werden muss. Knoblauch kann gefahrlos mit dem Essen eingenommen werden, aber sollte sparsam auf Wunden aufgetragen werden, da es die Haut verbrennen kann.

Honig

Honig wurde bereits im voran gegangenen Punkt genannt, aber darf auch hier aufgeführt werden. Seine Fähigkeiten sowohl als Antiseptikum und Antibiotikum als auch zur generellen Wundpflege sind lange dokumentiert und es wurde sogar in jüngerer Zeit benutzt, um die Verbreitung multiresistenter Keime in Krankenhäusern einzudämmen.

Teebaumöl

Teebaumöl wird aus einem australischen Baum extrahiert. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Du es nicht in Deiner Umgebung finden wirst. Aber wenn Du Dich ausreichend damit eindeckst, ist ein hervorragendes Mittel gegen Befall durch Bakterien, Pilze und Viren. Die Ureinwohner Australiens haben dieses Mittel schon lange benutzt und jetzt wurden viele Wirkungen auch von der Wissenschaft bestätigt.

Zusätzlich zu den hier aufgelisteten Pflanzen gibt es auch eine Vielzahl an Kräutern und anderen Gartenpflanzen, die gegessen oder getrunken werden können. Grundsätzlich haben alle gängigen Gartenkräuter wie Pfefferminze, Zitronengras, Rosmarin, Thymian und Oregano heilsame Wirkungen und können als Tee konsumiert werden. Bei körperlichen Leiden kann ein Ingwer-Tee mit Honig Wunder wirken.

Dies sind nur ein paar nützliche Pflanzen aus der Natur. Sicherlich kennst Du noch weitere traditionelle Arzneimittel, die Du über die Jahre oder von Deinen Großeltern gelernt hast. Was habt Ihr noch für Ergänzungen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Wichtig: Bitte beachte, dass wir hier keine medizinische Beratung leisten können. Wir können Dir lediglich einige als Heilpflanzen bekannte Pflanzen vorstellen. Bitte besprich vorm Gebrauch der Mittel alles mit Deinem Arzt um zum Beispiel Unverträglichkeiten aufzudecken. 

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