Manchmal wird für meinen Geschmack etwas zu viel Wert auf die hochwertigste Ausrüstung gelegt. Der super-praktische Allrad-Sonnenschutz-Dosenöffner mit solarer Handtaschen-Grill-Funktion – ohne den es einfach nicht geht. Mit dieser Investition kann ich dann meine Familie und mich beschützen, um anschließend wieder meinen Millionen schweren Job anzutreten.

Ich schätze, das dürfte vielen so gehen. Ich meine, ich gehe Vollzeit arbeiten und hab dennoch als Familienvater keine Unmengen am Monatsende über. Kurz gesagt, fehlt mir auch schon mal das Geld, um die geeignete Ausrüstung mit all ihren Extras direkt zu kaufen. Mein Fluchtfahrzeug habe ich zum Beispiel kostengünstig selbst umgerüstet.

Prepping mit wenig Geld

Also dann, lasst uns über Möglichkeiten reden, mit wenig Mitteln sich auf die wichtigsten Szenarien vorzubereiten. Der mittellose Prepper… Vielleicht betrifft das ja auch gar nicht so viele in der Prepper-Gemeinde, aber die meisten, die ich kenne, haben zum Beispiel nicht unbedingt einen Zufluchtsort auf dem Land und müssen sich erstmal vor Ort in Sicherheit bringen.

Letztens saßen wir nach Arbeit noch zusammen und haben über „The Walking Dead“ gesprochen – große Fans! Und es kam die Frage auf, was man tun würde, wenn jetzt ohne Vorwarnung die Welt, wie wir sie kennen, untergehen würde.

Jeder in der Runde gab seine Antwort und grundsätzlich liefen alle darauf hinaus, dass sie schnell ihre Familie und ein paar wichtige Sachen einsammeln würden und sich dann aus dem Staube machen würden. Als ich dann an der Reihe war, meinte ich, ich würde ihre Häuser abklappern und mich mit den zurückgelassenen Gütern über die Runden bringen. Die Antwort rief nicht gerade Begeisterung hervor…

Natürlich habe ich eine ganze Menge an Vorbereitungen getroffen und ich könnte meine Familie eine Weile sicherlich alleine durchbringen, aber im Allgemeinen halte ich Zusammenarbeit immer für zielführender. Die beste Vorbereitung bringt nicht viel, wenn Dein Nachbar sich auf das Horten von Waffen verlegt hat. Aus diesem Grund ist es schon sinnvoll, keine preisintensiven Spezialausrüstungen zur Schau zu stellen.

Aber ich schweife vom Thema ab.

Auf dieser Seite habe und werde ich immer mal wieder Artikel veröffentlichen, die sich dieser preiswerten Sicht auf das Prepping verschreiben. Sollte jeder für sechs Monate Vorräte speichern, eine unabhängige Energieversorgung besitzen und für eine ausreichende Verteidigung gesorgt haben? Das wäre natürlich hilfreich. Aber wie gesagt: Wer kann sich das schon ohne Weiteres leisten?!

Lasst uns klein beginnen und dann weitersehen.

Die notwendigste Ausrüstung

Fangen wir an mit einem Permanent Marker – okay, das ergibt erstmal wenig Sinn, aber das wird es gleich. Du solltest Dir ein paar Wasserbehälter zulegen und mit dem Marker das Datum auf die Außenseite schreiben, um zu wissen, wann Du sie gefüllt hast und welche neu befüllt werden sollten. Dasselbe machst Du mit Deinen Essensvorräten, am besten in Dosen verpackte kalorienstarke Lebensmittel. Das groß auf die Dose geschriebene Verfallsdatum, wird Dir mehr Übersicht im Regal verschaffen. Dazu noch ein paar trockene, lang haltbare Lebensmittel wie Haferflocken und ähnliches. Falls Du mehr einlagern kannst, solltest Du das tun. Aber lagere erstmal das, was Du kannst.

Dann solltest Du jedes Familienmitglied mit einem Bug-Out-Bag versorgen. Übe mit ihnen ein paar Tage, ein Wochenende außerhalb des Hauses zu leben. Dabei sollten sie merken, was sie alles in ihrem Rucksack benötigen. Die allgemeinsten Gegenstände sind: Teller, Tasse, Schüssel, Löffel, Gabel, Messer. Das sind alles Dinge, die wenig Geld kosten können. Jeder sollte an eine Decke und vielleicht auch an ein Kissen denken.

Natürlich haben die meisten von uns stets Essen im Haus und es spricht nichts dagegen, dieses zusätzlich einzupacken, wenn Du Dein Haus verlassen musst. Mach das! Ein paar Einkaufstüten mit frischen Lebensmitteln sind nie verkehrt. Achte nur darauf, dass Du sie auch zubereiten kannst. Eine Pfanne oder ein Topf ist vielleicht das einzige, was Du zur Verfügung hast. Führe eine Checkliste und trage sie immer bei Dir. Von hier aus kannst Du dann zu den etwas spezialisierteren Artikeln und Vorbereitungen weitergehen.

Was Dein Fluchtfahrzeug angeht, das Dich irgendwann ins absolute Nirgendwo bringen soll, kann ich nur sagen: Wird Dein jetziges Auto die nötigsten Dienste leisten können? Sicherlich! Sollten wir einen sicheren Zufluchtsort mit einem ausgebauten Wohnmobil ansteuern? Ja, wenn wir wollen und können.

Sicherlich ist jeder im Notfall auf sich allein gestellt, aber Deine Chancen erhöhen sich, wenn Du es schaffst, mit anderen erfolgreich zusammen zu arbeiten. Und Deine mentale Einstellung und Achtsamkeit mag dabei Deine wertvollste Ausrüstung sein.

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