Wie orientierst Du Dich in der Natur und findest Deinen Weg? In meiner Serie zum Thema Orientierung stelle ich Dir die verlässlichsten und manchmal auch ungewöhnlichsten Methoden zur Orientierung vor.

Nachdem wir uns beim letzten Mal mit der Orientierung anhand Deiner Umgebung beschäftigt haben, wollen wir uns heute anschauen, wie Du einen Kompass bauen kannst.

Der Kompass

Es ist die einfachste Art, die Himmelsrichtungen zu ermitteln: Der Kompass.

Solange Du einen besitzt, reicht ein kurzer Blick auf die Magnetnadel und Du weißt, wo der Norden liegt. Dass Magnetsplitter und ähnliches bei freier Beweglichkeit eine Nord-Süd-Achse bilden, ist sogar schon bei den alten Griechen bekannt gewesen. Wenn Du also einen Kompass hast, hast Du kein Problem, sofern Du weißt, ihn zu nutzen (dazu mehr im nächsten Artikel unserer Serie).

Doch was, wenn Du keinen hast? Wir zeigen Dir im Folgenden, wie Du Dir mit einfachen Mitteln einen Kompass bauen kannst.

Einen Kompass bauen

Was brauchst Du?

Im Folgenden gehen wir die einzelnen Bestandteile eines Kompasses durch und welche Materialien dafür geeignet sind:

Wasser

Damit sich die Nadel später frei bewegen kann, benötigst Du ein Gefäß mit Wasser – oder einer anderen dünnen Flüssigkeit. Falls Du das nicht zur Hand hast, musst Du Dich nach stillen Gewässern umsehen oder eins selbst fabrizieren – lass Deiner Kreativität freien Lauf.

Magnet

Mit dem Magneten steht und fällt natürlich das gesamte Projekt. Es gibt hierzu nur eine Alternative, soweit ich weiß. Du kannst auch den Plus-Pol einer Batterie benutzen. Aber werden Magneten heutzutage auch in vielen Geräten verwendet. Ich bin mir sicher, dass Du einen in Deiner Wohnung findest.

Nadel

Eine Nadel ist die nahe liegende, allerdings nicht die einzige Möglichkeit. Grundsätzlich brauchst Du nur einen länglichen metallenen Gegenstand. Du kannst zum Beispiel eine Haarklammer benutzen oder eine Büroklammer aufbiegen.

Holz

Hierbei handelt es sich um den schwimmbaren Untersatz für die Nadel. Das heißt, Du kannst alle Materialien verwenden, die im Wasser Auftrieb haben. Alles, was schwimmen kann, erfüllt seinen Zweck – Holz oder selbst ein Blatt sind lediglich die wahrscheinlichsten Varianten, falls Du im Freien bist.

Und so wird’s gemacht

Du nimmst Deine Nadel und reibst eines ihrer Enden für circa fünf Minuten an dem Magneten. Damit wird die Spitze Deiner Nadel magnetisiert. Falls Du eine Batterie benutzt, musst Du den Plus-Pol 30 bis 40 mal in dieselbe Richtung, von dem Ende das Du in den Finger hältst weg, über die Nadel streichen, wobei das Ende zwischen Deinen Fingern dann nach Norden zeigen wird.

Die Nadel befestigst Du nun auf dem Holz – wobei es auch reicht, sie einfach nur drauf zu legen. Danach legst Du sie auf das Wasser und wartest bis sie zur Ruhe gekommen ist. Die danach angezeigte Richtung ist Norden. Am besten wiederholst Du diesen Versuch noch einmal, indem Du die Nadel wegdrehst und wartest, ob sich dieselbe Ausrichtung ergibt wie zuvor.

Falls Du das Ganze noch einmal anschauen willst, gibt es hier ein kurzen Video-Clip, in dem auch noch eine Variante ohne Wasser vorgestellt wird:

Und im Falle, es lassen sich nicht alle notwendigen Materialien auftreiben und Du kannst Dir keinen eigenen Kompass bauen, gibt es ja immer noch genügend andere Varianten, die Himmelsrichtungen herauszufinden. Eine gute Auswahl davon haben wir Euch ja bereits vorgestellt.

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