Die  acht wichtigsten Lebensmittel und wie Du sie lagerst

 

Willst Du lernen, was die wichtigsten Lebensmittel sind und wie Du sie am sichersten lagern kannst?

Wir alle müssen essen. Seit Anbeginn des Lebens ist Essen die notwendige Voraussetzung, um zu überleben. Jede weitere Entwicklung des Tierreiches wäre ohnedies undenkbar. Ob Pflanze oder Tier, alle brauchen Nahrung, um das Rad des Lebens weiter zu drehen. Kurzum: Es ist das zentrale Thema in Sachen Überleben.

Essen ist der Katalysator, der Deinen Körper antreibt. Nach dem Essen ist der Körper verpflegt und kann die notwendige Energie produzieren. Wenn Du eine Katastrophe überstehen oder gar das Ende der Welt überleben willst, sollte Essen ein wichtiger Punkt bei Deiner Vorbereitung sein. Obwohl man davon ausgeht, eine Woche ohne Essen überleben zu können, werden diese sieben Tage sehr unangenehm sein.

Jeder weiß, dass man ein paar haltbare Lebensmittel zu Hause für Notfälle lagern sollte. Aber welche Lebensmittel sind das? Es gibt eine Menge Listen zu dem Thema im Internet, mit manchen stimme ich überein, mit vielen allerdings nicht.

Ich persönlich glaube nicht an das Lagern von Lebensmitteln, die Du nicht im Alltag benutzen würdest. Warum solltest Du Geld und Lagerraum investieren, für Sachen, die Du nicht benutzt? Und sollte einmal eine Katastrophe eintreten, musst Du noch herausfinden, wie Du Lebensmittel kochst, die Du nicht kennst.

Ich halte einen Vorrat, der im Falle des Falles knapp ein Jahr reichen würde. Aber dabei solltest Du Dir selbst eine Meinung bilden. Die folgenden acht Lebensmittel solltest Du aber auf jeden Fall einlagern. Diese Liste umfasst allerdings kein Obst und Gemüse. Einerseits weil ich sie in meinem Garten vor dem Haus anbaue und andererseits, weil Du sie in den meisten Notsituationen ernten und sammeln kannst. Meine Angaben beziehen sich auf eine vierköpfige Familie.

 

1. Salz

Speisesalz
Salz – hilft auch bei der Konservierung anderer Lebensmittel (Bildquelle: wikipedia.org)

Mit Salz kannst Du Dein Essen abschmecken, aber auch andere Lebensmittel haltbar machen. Ich habe es an erster Stelle genannt, weil die meisten kein Salz in ihrer Umgebung finden können. Fast alle anderen Gewürze, kannst Du selbst anbauen, aber nur die wenigsten dürften eine Salzader im Garten finden. Ich empfehle reines Meersalz zum kochen und backen. Du solltest einen trockenen Lagerplatz finden, da Salz Feuchtigkeit aufsaugt und verklumpt. Wenn Du viel mit Salz kochst, sollten etwa 25 Kilogramm für ein Jahr reichen.

 

2.Fett

Unser Körper braucht eine bestimmte Menge Fett, um problemfrei zu funktionieren. Obst und Gemüse sind sicherlich ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, aber solange Du keine Möglichkeit hast, aus tierischen Fetten Schmalz zu produzieren, wirst Du keine geeignete Versorgung an Fett haben. Ich benutze Butter, Schmalz, Avocado, Kokosnuss- und Olivenöl. Am besten Du misst Deinen Verbrauch für einen Monat und multiplizierst dann für Deinen Vorrat die gewünschte Menge. Kokosnuss-Öl kannst Du auch bei der Herstellung von Feuchtigkeitscremes und Salben verwenden. Ich lagere deswegen 10 Liter reines natives Kokosnuss-Öl zu Hause. Hinzu kommen etwa 4 Liter Schmalz sowie 1 Liter Olivenöl. Da ich viel Butter verbrauche, halte ich einen Vorrat von 6 Kilogramm. Alle diese Sachen sollten unbedingt vor Hitze und Licht geschützt werden – ich persönlich lagere Butter und Schmalz sogar im Kühlschrank.

 

3.Weizenkörner

WeizenkörnerDu wirst viele Listen finden, auf denen Mehl an wichtiger Stelle genannt wird. Allerdings ist Mehl nicht geeignet, lange gelagert zu werden. Es wird ranzig und ist ein Brutstätte für Ungeziefer. Weizenkörner oder auch anderes (glutenfreies) Getreide lässt sich über Jahre lagern, außerdem kann es jeder Zeit zu Mehl verarbeitet werden oder auch zu anderen Zerealien (Cornflakes, etc.) gebacken werden. Wir verbrauchen etwa 50 Kilogramm Weizenkörner in einem Jahr. Auch Dein Getreidevorrat sollte trocken und kühl gelagert werden.

4.Honig

Honig ist ein sehr haltbares Lebensmittel. Reiner Honig kann nicht nur zum Backen und Kochen sondern auch für medizinische Zwecke verwendet werden. Mit Ingwer versetzt hilft Honig in der Grippe-Saison und kann bei der Wundheilung und gegen Allergien eingesetzt werden. Wenn sich Honig verhärtet oder Kristalle bildet, kannst Du ihn wieder verflüssigen, indem Du ihn in heißes Wasser stellst. Honig sollte vor Licht geschützt werden.

 

5. Zucker

Zucker wird zum backen, zum einwecken von Früchten und für die Herstellung von Marmelade benötigt. Ich jedenfalls benutze keinen normal raffinierten weißen Zucker, sondern organischen evaporierten Zuckerrohr-Saft – und meist nur ein Viertel der in Rezepten angegebenen Mengen. Ich empfehle in etwa 20 Kilogramm für einen jährlichen Bedarf, was Du Deinem eigenen Verbrauch anpassen solltest. Zucker sollte in einem trockenen vor Ungeziefer sicheren Behälter aufbewahrt werden.

 

6.Kidneybohnen

Kidneybohnen sind auch auf dieser Liste, weil sie mir persönlich sehr gut schmecken. Darüber hinaus sind sie preiswert, lassen sich einfach lagern und haben einen hervorragenden Ernährungswert. Außerdem kannst Du sie im Frühling als eingepflanzte Samen dazu verwenden, Deine Vorräte aufzustocken – dafür brauchst Du allerdings nicht hybridisierte, also nicht gekreuzte Bohnen. Du kannst sie in vielen Gerichten verwenden und vor allem als Suppe sind sie eine energiereiche Nahrung und können frisches Gemüse ersetzen. Kidneybohnen sollten an einem dunklen, trockenen und kalten Ort gelagert werden.

 

7. Haferflocken

Erstklassige pflanzliche Proteinquelle: Haferflocken (Bild: wikipedia.org)
Erstklassige pflanzliche Proteinquelle: Haferflocken (Bild: wikipedia.org)

Haferflocken sind preiswert und können als Zerealien, zum backen oder sogar als Mehl genutzt werden. Sie enthalten Ballaststoffe und können mühelos mit Früchten abgeschmeckt werden. Wir essen es mindestens einmal die Woche zum Frühstück. Mit Zimt, einem kleinen Stück Butter und einer Prise Zucker schmeckt es köstlich. Haferflocken sollten an einem trockenen Ort gelagert werden.

 

8. Kaffee

Die meisten von uns dürften keinen direkten Zugang zu Kaffee-Bohnen haben und müssen ihn daher kaufen. Wenn Du ein Tee-Trinker bist, solltest Du natürlich einen Vorrat an Tee lagern. Ich jedoch bin ein Kaffee-Liebhaber. Obwohl ich selbstverständlich ohne Kaffee überleben könnte, habe ich ihn dennoch gern parat. Ganze Kaffee-Bohnen lassen sich deutlich länger lagern als gemahlener Kaffee. Versichere Dich also, dass Du die Bohnen auch mahlen kannst, wie zum Beispiel mit dieser Hand-Kaffee-Mühle. Des weiteren wird Kaffee nach einer Katastrophe ein wichtiges und wertvolles Tauschmittel unter den Überlebenden sein. Kaffeebohnen sollten trocken und dunkel gelagert werden.

 

Weitere Ergänzungen

Reis

Ich wollte es nicht auf meine Liste setzen, aber ich habe selbst stets einen Vorrat an Reis und Quinoa (Inkareis) im Haus. Reis eignet sich hervorragend, um Dein Essen mit Ballaststoffen aufzufüllen. Unter den vielen Reissorten lässt sich brauner Reis am schlechtesten lagern, weil er einen hohen Ölgehalt hat und dadurch schneller ranzig wird und verdirbt. Ich lagere etwa 12 Kilogramm Jasmin-Reis und ein paar kleinere Packungen Quinoa zu Hause. Reis sollte kühl und trocken gelagert werden – mit luftdichten Verpackungen kann die Haltbarkeit nochmal verlängert werden.

 

 

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