Das Wall Street Journal hat davor gewarnt. Es bringt Regierungsmitarbeiter um den Schlaf. Doch die große Masse ist komplett unvorbereitet für diese Katastrophe: Wir sprechen von einer Cyber-Attacke auf das Stromnetz.

Wir hängen als Gesellschaft von der Elektrizität ab. Viele Menschen verlassen sich darauf und können sich keine Welt vorstellen, in der sie nicht einfach einen Schalter anknipsen, eine Heizung aufdrehen, mit Abwesenden kommunizieren oder alle Daten jederzeit zur Verfügung haben können.

Das Stromnetz ist zugleich das wichtigste und anfälligste System des Landes. Jegliche Infrastruktur von der Kommunikation bis zur Wasserversorgung hängt von ihr ab. Ohne Energie käme der Handel zum Erliegen. Es können keine Bankgeschäfte abgewickelt werden. Wir können nicht mal unsere Kühe melken.

Wir sind nicht bereit für einen kompletten Stromausfall.

kraftwerkAber wir könnten es sein – und werden es vermutlich auch. Das wissen auch die verantwortlichen Regierungskreise. So konstatierte der amerikanische Präsident Obama vor drei Jahren: „Für jene, die unserer Nation physischen, ökonomischen und psychologischen Schaden zufügen wollen, ist das Stromnetz das offensichtliche Ziel.“

Das Stromnetz ist das offensichtliche Ziel, weil es so essentiell in die Funktionsweise unserer Gesellschaft eingebunden ist – und weil es so angreifbar ist.

Das Stromnetz ist, wie so vieles andere in der Technologie auch, automatisiert und ferngesteuert. Das ergibt ein Netz aus 1,8 Millionen Kilometern an Stromleitungen (Stand 2014), von denen 2003 über 71% unterirdisch verlegt waren. Viele kleine Stromstationen sind komplett unbemannt und gegen Angriffe meist nur durch einen kleinen Maschendrahtzaun geschützt.

Doch ein physischer Angriff ist noch nicht einmal die einzige oder größte Bedrohung für das Stromnetz. Cyber-Attacken sind die größte derzeitige Sicherheitsgefahr für den Staat und damit auch für das Stromnetz. Dieses zu verteidigen ist extrem kompliziert, da unzählige große und kleine Stationen über das gesamte Land verstreut sind. In diesem komplizierten, facettenreichen Netz ist es schwierig, es mit einen Angriff aufzunehmen, wenn so viele Punkte geschützt werden müssen. Die Vielzahl an Variablen führt nicht gerade automatisch zu einer hohen Sicherheit.

Das Wall Street Journal schrieb treffend:

„Während der Elektrifizierung der Vereinigten Staaten wurde das Stromnetz innerhalb der letzten 125 Jahre zusammen geschustert. Es ist ein fragiles, verworrenes System. Das Stromnetz ist derart variabel, dass etwas an einem Tag eine Katastrophe auslösen kann und anderntags nicht, was die Sicherheit zu einem komplexen Problem macht. Kleine Probleme können schnell außer Kontrolle geraten.“

Der Bericht bezieht sich zwar auf die USA, im Wesen können die Aussagen aber für die Europäische Union übernommen werden.

Die Bundesbehörden sind sich dieser Problematik bewußt und ließen verlauten, dass „nahezu jede Region weitreichende Stromausfälle erleiden würde, wenn mehr als drei Unterstationen zerstört wären.“ Allerdings haben sie seither sehr wenig dagegen getan.

Ein Journalist namens Ted Koppel hat sich gewagt, frei heraus zu fragen, was denn die Regierung gegen diese Bedrohung unternehmen würde. Die Ergebnisse waren beunruhigend. Als er Offizielle aus Sicherheitskreisen nach einem Aktionsplan befragte, falls das Stromnetz zusammenbrechen sollte, wurden sie unkooperativ, zurückhaltend und gaben nichtssagende, unklare Antworten. Koppel konnte daraus nur schließen, dass es wohl so gut wie keinen Plan gibt. Zumindest keiner, der für die Allgemeinheit zugänglich wäre – gleichwohl sie ausnahmslos betroffen wäre. Für die Europäische Union gilt im Wesentlichen dasselbe.

Die übliche Reaktionen eines Staates auf Desaster sind Evakuierungen, steigende Überwachung und Notfall-Hilfe. Doch im Falle, Millionen Haushalte wären ohne Energie, würden diese Maßnahmen nicht ausreichen. Evakuierung würde sinnvoll sein, Überwachung würde nichts bringen und Notfall-Hilfen wären innerhalb weniger Tage aufgebraucht. Koppel vermutet, die Regierung habe keinen konkreten Plan, da sie nicht wisse, wo sie anfangen sollte. Die Situation wäre düster – mit nur wenigen guten Optionen, wenn überhaupt.

Was heißt das für uns?

Wenn wir uns weder auf das Stromnetz noch auf die Möglichkeiten des Staates dieses zu schützen verlassen können, wird es Zeit unsere Energieversorgung in die eigenen Hände zu nehmen.

Und damit meine ich, wir errichten unsere eigene Energie-Festung. Es liegt an Dir, genügend Ausweichoptionen zu haben, die einen Stromausfall ausgleichen können, wenn Du es brauchst. Anstatt Dich zu fragen, wann der nächste große Stromausfall eintrifft, kannst Du Dich auch mit dem Wissen beruhigen, jederzeit genügend Energie zu haben, um alle wichtigen Geräte in Deinem Haushalt am Laufen zu halten. Mit dieser Sicherheit, kannst Du Dich und Deine Liebsten vor allen größeren Gefahren eines Stromausfalls beschützen.

Ein sehr gut recherchiertes Szenario, in dem beschrieben wird, wie es zu einem Zusammenbruch der europäischen Stromnetze kommen kann und mit welchen Auswirkungen zu rechnen wäre, findet sich in Marc Elsbergs „Blackout“. Es handelt sich dabei nicht um ein Sachbuch, jedoch um einen sehr gut recherchierten und fundierten Roman der allemal eine Lektüre wert ist. Nach dem Lesen hat man eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie eng das Funktionieren unserer Gesellschaft von einer zuverlässigen Stromversorgung abhängt und wie fragil Letztere doch ist.

Wie sieht Energie-Sicherheit aus?

Es gibt tatsächlich eine einfache und gute Option für jeden Haushalt und sie ist verfügbar: Batterien.
Ein Energiespeicher kann einmal entscheidend sein. Sieh es mal so: Haushalte außerhalb des Netzes würden einen Ausfall nicht mal mitbekommen – zumindest nicht bis die stromvernetzten Nachbarn klingeln.

Haushalte, die sich mit Solar-Paneelen bestücken und Energie speichern können, sind komplett unabhängig von jeglichen Fehltritten der Energieversorger. Energiespeicher ermöglichen es, Deine gesamte Elektronik im Haus zu versorgen. Somit sind alle Geräte in gewissen Sinne an die Sonne angeschlossen. Das Stromnetz mag ausfallen – die Sonne wird das in absehbarer Zeit nicht tun.

Was jedoch eigentlich in jedem Haushalt zu finden sein sollte, ist ein Notstromaggregat. Weit weniger kostenintensiv als Solaranlagen kann Dich ein solches Aggregat über Wochen ohne Energie bringen, sofern Du nur genügend Diesel oder Benzin einlagerst. Hier findest Du eine Übersicht auch sehr günstiger Aggregate.

Energiespeicher verändern die gesamte Diskussion über Netzanfälligkeiten. Wir müssen nicht mehr länger über andauernde Stromausfälle als einer drohenden Möglichkeit reden, sondern als einem Szenario, das komplett vermieden werden kann. Energiespeicher belassen die Energie an dem Ort, wo sie auch wieder verbraucht wird und die Geräte versorgt, die Dein Leben ermöglichen.

Die größte und wahrscheinlichste Bedrohung – einer weitreichender Stromausfall wegen eines Angriffs – muss nicht unbedingt eine sein. Du musst nicht in Angst leben, verbunden mit einem Netz, dessen Ausfall Du jede Sekunde fürchten musst und Dich und Deine Familie in eine gefährliche oder gar lebensbedrohliche Lage versetzt. Stattdessen können diese Informationen Dich

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