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Frank Richter

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Frank Richter - survival- und trekkingbegeistert seit nunmehr über 30 Jahren. Ich schreibe hier über alles, was mit Outdoor-Survival und der entsprechenden Ausrüstung zu tun hat und hoffe, Euch damit weiterhelfen zu können. Gerne könnt Ihr Themenwünsche an mich richten.

feuerstahl survival-kit test

Die Jungs von „The Friendly Swede“ haben uns kürzlich ihren XL Feuerstahl mit Überlebenskit zur Verfügung gestellt, auf dass wir das Produkt einmal genauer in Augenschein nehmen können. Der erste positive Eindruck entfällt dabei auf die Firma selbst. Auf unseren Hinweis hin, das Produkt gerne zu testen, aber auf jeden Fall eine ehrliche Rezension abzuliefern, reagierte man sehr selbstbewusst und gelassen. Das ist weiß Gott nicht immer der Fall.

feuerstahl-xlTrotz unserer Drohgebärden bekamen wir den XL Feuerstahl also zugeschickt. Der Versand erfolgte schnell und zuverlässig (was aber wohl eher Amazon anzurechnen ist ;)) und die Verpackung ist hochwertig und ganz schick. Insofern ist der Feuerstahl auch durchaus als  Geschenk für Survivor-Fans geeignet – wenn er denn unseren Test bestehen sollte.

Was enthält das Kit:

Das Survival-Kit enthält folgende Bestandteile:

  • ein wenig Zunder
  • zwei Sicherheitsnadeln
  • zwei Gewichte
  • zwei Wirbel
  • zwei Angelhaken
  • zwei Schwimmer
  • eine Angelsehne
  • einen langen Feuerstahl (6,4 cm)
  • einen Schaber mit Flaschenöffner und 50mm Maß
  • einen Karabiner
  • Paracord (3 Meter)

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Gutes Kit, schlechtes Kit?

Positiv

Die Qualität der enthaltenen Teile entspricht den Erwartungen. Das Paracord hält auch größere Lasten (z.B. einen 92kg Mann wie mich) ohne dabei auch nach mehrmaliger Benutzung Schwächen auszubilden.

Die Kleinteile wirken robust und weisen keine Verarbeitungsmängel auf.

Der Feuerstahl, der ja das eigentliche Produkt ist, funktioniert hervorragend. Durch die große Reibefläche ist es ziemlich einfach, kräftige und regelmäßige Funken zu erzeugen. Mithilfe des enthaltenen Zunders  gelingt es so auch einem Ungeübten nach wenigen Versuchen ein Feuer zu entfachen.

Besonders hervorzuheben ist, dass jedes Teil mit Ausnahme des Feuerstahls und des Schabers zweimal enthalten ist.  Das ist zwar naheliegend, aber dennoch meiner Erfahrung nach nicht selbstverständlich. Wer von Euch regelmäßig angelt, der weiß, wie hoch der Verschleiß an Haken, Gewichten, Wirbeln und Schwimmern sein kann. Für den, der dieses Set einmal brauchen wird, um sein Überleben zu sichern, dem wird die doppelte Bestückung ein Segen sein.

Aus dem Set lässt sich so eine gut bestückte Behelfsangel bauen, die einer „richtigen“ Angel in nichts nachstehen muss. Dank des gut funktionierenden Feuerstahls haben auch die unter uns, denen Sushi nicht gerade zusagt, gute Chancen sich ein leckeres Fischgericht bereiten zu können.

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Negativ

Es gibt auch ein paar Punkte, die weniger positiv sind, wobei das weniger an diesem spezifischen Produkt, als vielmehr an der Produktgattung liegen mag.

Zum Einen müssen die weniger Geschickten unter uns wohl damit leben, dass, wenn das Produkt einmal vollumfänglich verwendet wurde, es nicht wieder in den Ausgangszustand gebracht werden kann.

Das liegt daran, dass alle Kleinteile im Paracord-Geflecht aufbewahrt werden. Hat man dies einmal aufgedröselt um an Angelhaken und Co. zu gelangen, wird es nur wenigen von uns gelingen, die Teile wieder so einzuflechten, wie es ursprünglich der Fall gewesen ist. Das liegt nun aber, wie gesagt, weniger am Produkt selbst, als vielmehr an der Produktart. Ähnliche Probleme kennt man ja bereits von Paracord-Granaten. Wen das stört, der muss eben zu festen Alternativen wie Stahlboxen greifen.

Weniger gut ist auch das hohe Gewicht des Sets. Natürlich, wer eine schlanke Lösung sucht, sollte vielleicht nicht nach einem XL-Produkt greifen, allerdings denke ich, dass man trotz der Größe hier an Gewicht hätte sparen können.

Der Feuerstahl ist in einen recht massiven Alu-Zylinder eingeschraubt. Dieser macht das ganze Produkt noch einmal größer und vor allem schwerer. Hier sollte man eventuell zukünftig nach einer weniger massiven Variante suchen.

Dieser Punkt fällt jedoch nur für die ins Gewicht (ha – Wortspiel ;)), die nach einem Feuerstahl und Survival-Kit für z.B. ihr Ever Day Carry suchen. Für Trekking und Survival mit Rucksack allerdings sollten Größe und Gewicht, zumindest in diesen Dimensionen, keine Rolle spielen.

Was jedoch definitiv verbesserungswürdig ist, ist die Wasserfestigkeit. Kleinteile und vor allem der Zunder sind in eine an den Enden offene Plastikfolie verpackt. Warum diese nun an den Enden geöffnet sein muss, wo doch der Zunder an einem dieser Enden platziert wurde, erschließt sich mir nicht. Zwar stehen die Chancen ganz gut, dass der Zunder auch bei Regen trocken bleibt. Jedoch kann man nicht davon ausgehen, dass dieser einen Sturz ins Wasser überstehen würde. Hier sollte seitens des Herstellers noch ein wenig nachgebessert werden.

Fazit

Der „The Friendly Swede XL Feuerstal mit Überlebens-Kit“ konnte trotz einiger weniger Schwächen überzeugen. Der Feuerstahl funktioniert einwandfrei und die Größe macht die Benutzung gerade für Anfänger besonders einfach.

Sollten die Hersteller noch dazu übergehen, eine wirklich wasserdichte Variante anzubieten, können wir das Produkt für Outdoor-Fans und als elementares Survival-Kit durchaus empfehlen.

Mit einem Preis von aktuell 13,99€ gibt es auch am Preis-Leistungs-Verhältnis nicht das Geringste auszusetzen. Eigentlich scheint mir das Produkt sogar überraschend günstig.

Weniger geeignet ist das Kit für die unter Euch, die ein kleines Survival-Kit für ihr EDC suchen. Dafür ist der XL Stahl einfach zu XL.

Das ganze kann über Amazon bestellt werden. Und für die Eiligen unter Euch: ja, es handelt sich um ein Prime-Produkt J

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Ich hoffe, die Rezension hat Euch geholfen und wünsche denen, die sich zum Kauf entschieden haben, viel Spaß damit.

medizin aus der natur-survival

Nach einer größeren Katastrophe bricht womöglich neben anderen Bereichen der Infrastruktur auch die medizinische Versorgung zusammen. Während das für jüngere, gesunde und kräftige Menschen erstmal kein direktes Problem darstellen sollte, kann sich nicht jeder auf seine Gesundheit verlassen. Besonders für Kleinkinder und Senioren ist eine medizinische Versorgung notwendig, um Beschwerden und Krankheiten zu heilen, die andernfalls lebensgefährlich sind.

Von Bluthochdruck über Diabetes, Arthritis oder chronischen Schmerzen, bis hin zu Alzheimer- und Demenzerkrankungen gibt es eine Menge an Problemen, denen man sich stellen muss. Und dann gibt es noch allgemeinere Probleme, wie Grippe, Schnittwunden, Knochenbrüche oder auch Allergien, Pilz- und Viruserkrankungen oder bakterielle Infektionen etc. In all diesen Fällen hängen Menschen von der modernen Medizin ab – und damit von geöffneten Krankenhäusern und Apotheke.

Denn wenn wir von moderner Medizin sprechen, dann umfassen wir einen sehr großen Bereich der Infrastruktur: Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und selbst Drogerie-Märkte. All diese Einrichtungen könnten schließen oder nur ein eingeschränktes Angebot haben. Selbst wenn Du einen Hustensaft brauchst, könnte es schwer werden, welchen zu finden.

Wichtige Medikamente vorrätig halten

Unter idealen Bedingungen hast Du Dich bereits mit erhältlichen Medikamenten eingedeckt, um Deine Familie für vier bis sechs Wochen zu versorgen. Falls Du oder jemand in Deiner Familie spezielle Medikamente für lebensbedrohliche Erkrankungen benötigt, solltest Du natürlich noch bei Deinem Arzt genügend Medizin für 90 bis 120 Tage besorgen.

Häufig ist es schwierig eine große Menge an benötigten Medikamenten verschrieben zu kriegen oder das Medikament ist nur eine gewisse Zeit lang haltbar. In beiden Fällen werden Deine Vorräte knapp werden, wenn das Desaster länger anhält. Was dann? Für viele endet hier einfach die lebensnotwendige Versorgung und viele werden aufgrund dieser Tatsache früher oder später wegen Erkrankungen oder Unfällen mit dem Leben ringen.

Es wird Leute geben, die an Mangelernährung, Infektionen oder Blutvergiftungen durch infizierte Wunden leiden werden. Aber Du musst nicht einer von ihnen sein. Wie bereits erwähnt kannst Du viele Medikamente ohne Verschreibung erhalten und es ist auch möglich bei Ärzten in Vorbereitung einer gefährlichen Reise genügend Antibiotika zu erhalten.

Pflanzen als Arznei nutzen

Du kannst Dich aber auch über all die Hilfsmittel informieren, die in der Natur zu finden sind. Die Benutzung vieler dieser Mittel ist in den traditionellen Medizinen lange verbürgt und viele wurden von der aufkommenden modernen Medizin in ihrer Wirkung bestätigt.

Blutdruck & Herz

Bei Bluthochdruck, Herzgefäßerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen gibt es ein paar Kräuter, die von der Medizin in ihrer Wirksamkeit bestätigt wurden:

Hagedorn

Hagedorn hat eine lange Geschichte bei der Anwendung auf das Herz und das Herzgefäßsystem. Die Blätter und Beeren können getrocknet oder als Tee zum trinken konsumiert werden. Hagedorn senkt den Cholesterin-Spiegel und Blutdruck, bewirkt erholsamen Schlaf und Schmerzreduzierung bei Angina.

Zimt

Zimt kann bei einer Dosis von 2 bis 6 Gramm pro Tag den LDL-Cholesterin-Spiegel um 10% bis 30% in 40 Tagen senken. Es reguliert außerdem den Glukose-Spiegel im Blut.

Rote Beete

Rote Beete sind besonders gesund für das Herzgefäßsystem sowie das Herz im Allgemeinen. Roh, gekocht oder als Saft sind rote Beete eine hervorragende Ernährung, um Dein Herz zu stärken.

 

Schmerz & Entzündungen

Bei chronischem Schmerz, Arthritis und Entzündungen bietet die Natur folgende Mittel:

Kurkuma

Kurkuma (gelber Ingwer) hat eine große Wirksamkeit als entzündungshemmendes Mittel und wurde schon lange in der chinesischen und indianischen Medizin bei Arthritis und Entzündungen angewandt.

Pfeffer

Die örtliche Anwendung durch Wickel oder Balsam, welche mit Cayenne-Pfeffer, Jalapeno, Habanero oder anderer scharfer Pfeffer-Sorten versehen sind, kann entzündungsbasierten Schmerz lindern.

Honig

Honig wird schon seit Jahrtausenden als Mittel gegen bakterielle Infektionen, Pilzbefall und als Antibiotikum angewandt. Auf die Wunde aufgetragen hilft es, den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Wunde sauber zu halten und kann durch die Einahme von ein bis drei Löffeln pro Tag auch bei inneren Entzündungen helfen. Ein verbreitet Anwendung ist eine Mischung aus Honig und Zimt zu gleichen Teilen gegen Arthritis.

 

Antibiotische Pflanzen

Wenn Du Antibiotika benötigst, aber keine zur Hand hast, gibt es in der Natur einige Entsprechungen. Zu den besten in dieser Hinsicht zählen:

Knoblauch

Knoblauch enthält die Grundlagen für Allicin. Allerdings muss es dafür geschnitten oder zerstampft werden. In diesem Fall verbindet sich ein Enzym (Allinase) mit Alliin zu besagtem Allicin. Allerdings zerfällt Allicin sehr schnell, weshalb der Knoblauch bald nach dem Zerstampfen konsumiert werden muss. Knoblauch kann gefahrlos mit dem Essen eingenommen werden, aber sollte sparsam auf Wunden aufgetragen werden, da es die Haut verbrennen kann.

Honig

Honig wurde bereits im voran gegangenen Punkt genannt, aber darf auch hier aufgeführt werden. Seine Fähigkeiten sowohl als Antiseptikum und Antibiotikum als auch zur generellen Wundpflege sind lange dokumentiert und es wurde sogar in jüngerer Zeit benutzt, um die Verbreitung multiresistenter Keime in Krankenhäusern einzudämmen.

Teebaumöl

Teebaumöl wird aus einem australischen Baum extrahiert. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Du es nicht in Deiner Umgebung finden wirst. Aber wenn Du Dich ausreichend damit eindeckst, ist ein hervorragendes Mittel gegen Befall durch Bakterien, Pilze und Viren. Die Ureinwohner Australiens haben dieses Mittel schon lange benutzt und jetzt wurden viele Wirkungen auch von der Wissenschaft bestätigt.

Zusätzlich zu den hier aufgelisteten Pflanzen gibt es auch eine Vielzahl an Kräutern und anderen Gartenpflanzen, die gegessen oder getrunken werden können. Grundsätzlich haben alle gängigen Gartenkräuter wie Pfefferminze, Zitronengras, Rosmarin, Thymian und Oregano heilsame Wirkungen und können als Tee konsumiert werden. Bei körperlichen Leiden kann ein Ingwer-Tee mit Honig Wunder wirken.

Dies sind nur ein paar nützliche Pflanzen aus der Natur. Sicherlich kennst Du noch weitere traditionelle Arzneimittel, die Du über die Jahre oder von Deinen Großeltern gelernt hast. Was habt Ihr noch für Ergänzungen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Wichtig: Bitte beachte, dass wir hier keine medizinische Beratung leisten können. Wir können Dir lediglich einige als Heilpflanzen bekannte Pflanzen vorstellen. Bitte besprich vorm Gebrauch der Mittel alles mit Deinem Arzt um zum Beispiel Unverträglichkeiten aufzudecken. 

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Kompass bauen diy

Wie orientierst Du Dich in der Natur und findest Deinen Weg? In meiner Serie zum Thema Orientierung stelle ich Dir die verlässlichsten und manchmal auch ungewöhnlichsten Methoden zur Orientierung vor.

Nachdem wir uns beim letzten Mal mit der Orientierung anhand Deiner Umgebung beschäftigt haben, wollen wir uns heute anschauen, wie Du einen Kompass bauen kannst.

Der Kompass

Es ist die einfachste Art, die Himmelsrichtungen zu ermitteln: Der Kompass.

Solange Du einen besitzt, reicht ein kurzer Blick auf die Magnetnadel und Du weißt, wo der Norden liegt. Dass Magnetsplitter und ähnliches bei freier Beweglichkeit eine Nord-Süd-Achse bilden, ist sogar schon bei den alten Griechen bekannt gewesen. Wenn Du also einen Kompass hast, hast Du kein Problem, sofern Du weißt, ihn zu nutzen (dazu mehr im nächsten Artikel unserer Serie).

Doch was, wenn Du keinen hast? Wir zeigen Dir im Folgenden, wie Du Dir mit einfachen Mitteln einen Kompass bauen kannst.

Einen Kompass bauen

Was brauchst Du?

Im Folgenden gehen wir die einzelnen Bestandteile eines Kompasses durch und welche Materialien dafür geeignet sind:

Wasser

Damit sich die Nadel später frei bewegen kann, benötigst Du ein Gefäß mit Wasser – oder einer anderen dünnen Flüssigkeit. Falls Du das nicht zur Hand hast, musst Du Dich nach stillen Gewässern umsehen oder eins selbst fabrizieren – lass Deiner Kreativität freien Lauf.

Magnet

Mit dem Magneten steht und fällt natürlich das gesamte Projekt. Es gibt hierzu nur eine Alternative, soweit ich weiß. Du kannst auch den Plus-Pol einer Batterie benutzen. Aber werden Magneten heutzutage auch in vielen Geräten verwendet. Ich bin mir sicher, dass Du einen in Deiner Wohnung findest.

Nadel

Eine Nadel ist die nahe liegende, allerdings nicht die einzige Möglichkeit. Grundsätzlich brauchst Du nur einen länglichen metallenen Gegenstand. Du kannst zum Beispiel eine Haarklammer benutzen oder eine Büroklammer aufbiegen.

Holz

Hierbei handelt es sich um den schwimmbaren Untersatz für die Nadel. Das heißt, Du kannst alle Materialien verwenden, die im Wasser Auftrieb haben. Alles, was schwimmen kann, erfüllt seinen Zweck – Holz oder selbst ein Blatt sind lediglich die wahrscheinlichsten Varianten, falls Du im Freien bist.

Und so wird’s gemacht

Du nimmst Deine Nadel und reibst eines ihrer Enden für circa fünf Minuten an dem Magneten. Damit wird die Spitze Deiner Nadel magnetisiert. Falls Du eine Batterie benutzt, musst Du den Plus-Pol 30 bis 40 mal in dieselbe Richtung, von dem Ende das Du in den Finger hältst weg, über die Nadel streichen, wobei das Ende zwischen Deinen Fingern dann nach Norden zeigen wird.

Die Nadel befestigst Du nun auf dem Holz – wobei es auch reicht, sie einfach nur drauf zu legen. Danach legst Du sie auf das Wasser und wartest bis sie zur Ruhe gekommen ist. Die danach angezeigte Richtung ist Norden. Am besten wiederholst Du diesen Versuch noch einmal, indem Du die Nadel wegdrehst und wartest, ob sich dieselbe Ausrichtung ergibt wie zuvor.

Falls Du das Ganze noch einmal anschauen willst, gibt es hier ein kurzen Video-Clip, in dem auch noch eine Variante ohne Wasser vorgestellt wird:

Und im Falle, es lassen sich nicht alle notwendigen Materialien auftreiben und Du kannst Dir keinen eigenen Kompass bauen, gibt es ja immer noch genügend andere Varianten, die Himmelsrichtungen herauszufinden. Eine gute Auswahl davon haben wir Euch ja bereits vorgestellt.

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Hundeattacke überstehen

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Er lebt in Gemeinschaft mit dem Menschen überall auf der Welt. Er  ist Spielgefährte, Wächter und Beschützer. Manchmal aber, kann er auch zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Ich will Dir deshalb ein paar Tipps zur Hand geben, wie Du Dich im Falle eines Hundeangriffs verhältst, um diese unter Umständen hochgefährliche Situation zu überstehen.

Wann sind Hunde gefährlich?

Zur Gefahr werden Hunde im Speziellen in drei Situationen.  Zum Ersten (und das ist die übelste aller Situationen), wenn der Hund mannscharf ist und vom Halter auf Dich gehetzt wurde oder Du ausversehen oder in voller Absicht, das Ihm zum Schutz übergebene Territorium betrittst.

Zweitens, wenn ein schlecht erzogener Hund seinem Halter entlaufen ist oder der die Kontrolle über den Hund verloren hat.

Drittens können Hunde auch verwildern. Dabei handelt es sich um über längere Zeit entlaufene oder ausgesetzte Hunde. In Deutschland ist das recht unwahrscheinlich, da solche Tiere recht schnell und zuverlässig wieder eingefangen werden. In anderen Ländern sind Begegnungen mit Verwilderten Hunden allerdings nicht unüblich.

Leistungsvermögen von Hunden.

Hunde sind mit ausgesprochen guten Sinnen ausgestattet und körperlich Leistungsfähig (was sich selbstredend von Rasse zu Rasse unterscheidet).

Am stärksten ausgeprägt sind dabei Gehör und vor allem der Geruchssinn. Über das Gehör können Hunde eine Geräuschquelle mit einer Genauigkeit von bis zu 2-3 Grad genau ermitteln. Versteckst Du Dich vor einem Hund, ist daher jedes Geräusch absolut zu vermeiden.

Beeindruckender als das Gehör ist aber der Geruchssinn. Mit ihrem starken Geruchssinn können Hunde Fährten aufnehmen, die bis zu 24 Stunden alt sind und sogar das Alter dieser Fährte bestimmen.

Wie lange eine solche Fährte hält, hängt vor allem von Untergrund und Witterung ab.

 

Flucht vor einem angreifenden Hund

Wirst Du von einem Hund verfolgt, kannst Du versuchen im zu entkommen, indem er Dich aus den Augen, oder besser: der Nase verliert.

Wie gut oder schlecht das funktioniert, hängt vor allem von der Wahl des Fluchtweges ab. Der beste Weg führt durch Wasser. Hier verliert sich die Fährte und der Hund verliert Deine Spur. In Städten ist das aber schwer möglich. Urbane Räume bieten aber andere Vorteile.

Fährte HundWie schon gesagt, hängt es vom Untergrund ab, wie lange eine Fährte hält. Dabei gilt, je härter und weniger bewachsen ein Untergrund, umso flüchtiger ist die Fährte. Trockene Stein- oder Asphaltböden nehmen wenige Gerüche auf. Eine sehr schlechte Idee hingegen ist die Flucht über bewachsenen Untergrund. Hier kann eine Fährte bis zu einem Tag auffindbar sein.

Eine sehr gute Idee ist immer, einen Fluchtweg zu wählen, in dem sich viele Gerüche überlagern. In städtischen Gebieten wären das Wege, die z.B. an vielen Restaurants und Imbissen vorbeiführen oder Hundeparks, in denen Deine Fährte vom Geruch zahlreicher anderer Hunde überlagert wird.

In ländlichen Gebieten bietet sich eine Flucht über Koppeln an. Zwar ist der Untergrund dort besonders Geruchserhaltend, das gilt aber vor allem für die Gerüche der Weidetiere.

Analog dazu kannst Du in der Wildnis Wildwechsel kreuzen. Auch hier wird der Hund vom Geruch der kreuzenden Tiere abgelenkt.

Natürlich kannst Du auch aktive Maßnahmen ergreifen, um den Hund zu verwirren. Durch mehrfaches Kreuzen der eigenen Route bietest Du dem Hund mehrere Fährten zugleich an. Ebenfalls effektiv ist das Verstreuen starker Geruchsstoffe.

Wenn Du dich also in eine Situation begeben musst, in der Du fürchtest, Du wirst vor einem Hund flüchten müssen, nimm Dir eine Tüte Pfeffer oder Cilli mit.

Nutze auch das Gelände. Hunde sind keine besonders guten Kletterer. Mauern oder steile Abhänge können für sie unüberwindbare Hindernisse darstellen.

Verteidigung gegen einen Hund

Die oberste Regel ist immer, einem Kampf mit einem Hund aus dem Weg zu gehen. Einige Rassen sind regelrechte Kampfmaschinen, was die körperlichen Voraussetzungen angeht – wie gefährlich der Hund am Ende wirklich ist, hängt jedoch vom Halter ab. Aufgrund der körperliche Stärke, hast Du nur bei absolut richtigem Verhalten eine Chance. Gelingt es nicht, den Kampf zu vermeiden, gilt die zweite Regel, die Du niemals verletzten darfst: bleibe unter allen Umständen auf zwei Beinen. Fällst Du, hast Du verloren.

Eines vorweg: wenn ein großer Hund Dich angreift, wird das auf keinen Fall schmerzlos über die Bühne gehen. Alles was Du jetzt noch tun kannst, ist zu versuchen, dass möglichst heil zu überstehen.

Das erste Opfer das Du wahrscheinlich bringen musst, ist dein linker Unterarm. Sorry, aber so ist es nunmal. In einem Kampf mit einem Hund kommt es darauf an, dem Hund etwas anzubieten, an dem er sich festbeißen kann und das sollte nach Möglichkeit nicht Dein Gesicht oder deine Schlaghand sein.

Da Hunde eine enorme Bisskraft haben können, ist es wichtig, Deinen Unterarm so gut es geht zu schützen. In Wäldern bieten sich dafür Äste an. In der Stadt greifst Du am besten auf Deine Jacke oder andere dicke Textilien zurück.

Lass den Hund sich nun in Deinen geschützten Unterarm verbeißen und um Himmels Willen, fall dabei nicht um.

pit-bullWas Du jetzt zu tun hast, hängt davon ab, um welche Art Hund es sich handelt, genauer von der Länge seiner Schnauze. Langschnäutzigen Hunden, wie etwa Schäferhunden begegnest Du am besten, indem Du versuchst die Schnauze zu brechen. Damit ist er kampfunfähig und Du bist gerettet. Mehrere starke und mittig gezielte Schläge auf die Schnauze, die sich in deinen Unterarm verbissen hat, können dies bewirken.

Bei kurzschnäutzigen Rassen, wie Pit Bulls wirst Du damit weniger Erfolg haben. Hier kannst Du nur gezielt um Dich treten und dabei versuchen, Bauch und Weichteile des Tieres so gut es eben geht zu bearbeiten. Nutze dabei die freie Hand, um den Hund an Deinen Unterarm zu binden, bis Du den Eindruck hast, Du gehst als Sieger vom Platz.

Wenn Dir das alles zu wild und brutal ist – was ich sehr gut nachvollziehen kann, kannst Du auch versuchen, Dich mit einem Abwehrspray zu verteidigen.

Die Verteidigung gegen den Angriff eines großen Hundes ist möglich, aber keine schöne Angelegenheit. Versuche daher immer einem Kampf aus dem Weg zu gehen.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und noch mehr, dass Du diese Hilfe nicht benötigen wirst. Aber vorbereitet zu sein, kann niemals schaden.

erste-hilfe survival

Falls Du in die Situation gerätst, tagelang durch die Wildnis zu laufen, dann brauchst Du jede Unterstützung und Hilfe, um am Leben zu bleiben. In den meisten Fällen ist ein komplett ausgestattetes Erste-Hilfe-Set genau das, nämlich die beste Unterstützung, die Du haben kannst.

Es ist brauchbarer als Waffen. Du wirst nur selten den Fall erleben, in dem nur eine Waffe Dir helfen kann, aber auf jeden Fall wirst Du früher oder später eine medizinische Versorgung brauchen. Selbst die kleinsten Wunden können unbehandelt zu großem Problemen führen.

Also während Du Dich auf etwaige Notfälle und Katastrophen vorbereitest, solltest Du nicht Dein Erste-Hilfe-Set vergessen. Denn im Fall der Fälle wird es Dein bester Freund sein. Im Folgenden werde ich besprechen, was in einem solchen Set enthalten sein muss, falls Du nicht ohnehin auf eine fertige Variante wie diese zurückgreifen möchtest.

Wichtig: Sprich bitte im Bezug auf alle genannten Mittel, mit Deinem Arzt. Es handelt sich hier um allgemeine Hinweise und Ratschläge – einen Denkanstoß. Lass Dich daher zu den beschriebenen Mitteln unbedingt noch einmal individuell beraten.

Die Grundlagen Deines Medizin-Kits

Die Medikamente einmal außen vor gelassen, sollte ein allgemeines Arsenal an klinischen Werkzeugen vorhanden sein, die eine medizinische Hygiene und die Möglichkeit kleinerer Eingriffe sicher stellen. Achte darauf, dass Du nie ohne die folgenden sterilen(!) Dinge größere Ausflüge unternimmst:

 

  • Spritzen, Nadeln, Skalpell (zwingend notwendig für Verabreichung intravenöser Medizin, Öffnen eitriger Wunden und Infektionen, kleinere Einschnitte)
  • Schere (erleichtert das Öffnen der Packungen und Verbände)
  • Thermometer (Überwachen der körperlichen Verfassung mittels der Körpertemperatur) >> sehr zu empfehlen: ein digitales Thermometer mit Solarzellen
  • Augenwasser (zur Desinfektion der Augen)
  • Sonnenblocker-Lotion
  • Brand- und Wundgel (Reinigung und Behandlung von Verbrennungen u.ä.)
  • Seife

Die meisten dieser Sachen wirst Du in jedem Erste-Hilfe-Set finden, andernfalls sind sie leicht zu besorgen.

 

Behandlung offener Wunden

Die häufigsten Verletzungen sind auf Schnitte und Risse zurückzuführen. Ein Moment der Unachtsamkeit bringt Dich schnell in eine schlechte Lage, selbst wenn Du nur eine Dose mit Deinem Messer öffnen wolltest.

Offene Wunden sind ein ernsthafter Grund zur Sorge. Große Wunden führen zu hohem Blutverlust, der Dich innerhalb von Minuten zur Strecke bringen kann, und kleine Wunden führen ohne Behandlung zu Infektionen, die sich am Ende als ebenso tödlich herausstellen können.

Die beste Behandlung einer Wunde ist, sie so schnell wie möglich zu schließen. Dazu musst Du sie zunächst mit klarem Wasser reinigen und etwas zu Desinfektion (Antiseptikum sollte irgendwo auf der Packung stehen) auftragen. Wenn die Wunde sauber ist, kann sie geschlossen werden – kleinere mit einem Pflaster, größere sollten wenn möglich genäht und dann verbunden werden.

Ich empfehle sogenannte Butterfly Bandages, da sie wie eine Naht die Seiten der Wunde zusammendrücken und verschließen, aber leichter zu handhaben sind. In absoluten Notfällen, wenn kein besseres Material vorhanden ist, kann eine Wunde auch vorübergehend mit Klebeband (duct tape) geschlossen werden, da die Stillung großer Wunden Vorrang hat.

 

Hygiene und Infektionen

Wie auch immer eine Wunde zustande kam, Du musst Dich um den Schaden kümmern. Hygiene ist in solchen Fällen das oberste Gebot, denn Du wirst ständig von ernsthaften Infektionen bedroht, die sich schnell entwickeln und dauerhaften Schaden bis hin zum Tod anrichten können. Eine offene Wunde zu ignorieren ist keine Option. Dein Medizin-Kit sollte deshalb immer die folgenden Dinge beinhalten:

 

Manche Antibiotika sind in der Apotheke schwer erhältlich, aber einige Ärzte verschreiben sie als präventive Maßnahme, falls Du eine lange, möglicherweise gefährliche Reise planst. Verbinde keine Wunde bevor Du sie nicht angemessen gereinigt und desinfiziert hast, es sei denn Du verfügst über keine medizinischen Mittel.

 

Schmerzmittel

Extremer Schmerz kann Dich entkräften. Die menschliche Psyche kann bei dauerhaftem starken Schmerzen in Mitleidenschaft gezogen werden, und in einem Überlebens-Szenario zum Verlust der Hoffnung und des Willens führen. Glücklicherweise gibt es eine Menge an verfügbaren Schmerzmitteln auf dem Markt. Hier sind ein paar notwendige und hilfreiche Vorschläge. Ich verzichte bei den angegebenen Medikamenten auf Tipps per Link, da Du Dich in dieser Beziehung unbedingt von einem Arzt beraten lassen musst.

  • Codein (Opiat, das zur Schmerzlinderung verabreicht werden kann, allerdings mit Vorsicht zu genießen ist, da es bei großen Dosen über einen längeren Zeitraum zur Abhängigkeit führen kann)
  • Kühlpacks (können bei Bedarf mittels chemischer Reaktionen Kälte produzieren und die Verletzung kühlen)
  • entzündungshemmende Medizin (Tylenol, Ibuprofen oder Aspirin, geeignet um Schwellungen und Entzündungen zu behandeln)

 

Du solltest Schmerzmittel stets sorgsam gebrauchen und nie die vorgeschriebene Dosis überschreiten. Lies tatsächlich mal die Packungsbeilage und vergewissere Dich, dass es keine Komplikationen mit bereits existierenden körperlichen Konditionen oder anderen Arzneimittel hervorruft.

 

Anti-Allergene

Selbst wenn Dir keine Allergien bekannt sind, solltest Du auf Nummer sicher gehen. Du könntest allergisch auf bestimmte Stoffe reagieren, die Dir noch nicht bekannt sind. Und der schlechteste Zeitpunkt dieses herauszufinden, ist sicherlich ein Notfall-Szenario.

Es gibt aber Mittel, um einer möglichen Allergie entgegen zu wirken und Dein Leben zu retten. Um allergische Reaktionen zu behandeln benötigst Du einen sogenannten EpiPen – das ist ein Stift (pen) mit dem Du Epinephrin, bekannter unter der Bezeichnung Adrenalin, verabreichen kannst.

Adrenalin stoppt das lebensbedrohlichste Symptom, den anaphylaktischen Schock. Außerdem solltest Du ein Antihistaminikum dabei haben. Als Tablette, Salbe oder Sirup erhältlich führen sie zwar nicht zur Heilung, aber mildern ein breites Spektrum an allergischen Symptomen ab.

 

Medizin für Deine individuellen Bedürfnisse

Falls Deine körperliche Verfassung eine dauerhafte Medikamentierung nötig macht, solltest stets ein guten Vorrat der entsprechenden Arzneimittel in Deinem persönlichen Erste-Hilfe-Set lagern. Wenn Du zum Beispiel Asthmatiker bist, solltest Du entsprechend für einen längeren Zeitraum vorsorgen. Das gilt grundsätzlich für jedwede rezeptfreie Medizin, die Du häufiger einnimmst, beispielsweise Magentropfen und so weiter.

Sei vorbereitet und Du bist sicher. Überlasse nichts dem Zufall und statte Dich umfangreich aus. Du weißt nie, wann Dir Dein Erste-Hilfe-Set einmal das Leben retten wird!

Weitere umfassende Tipps und Hinweise erhältst Du in Medizin Survival: Überleben ohne Arzt.

 

Wichtig: Sprich bitte im Bezug auf alle genannten Mittel, mit Deinem Arzt. Es handelt sich hier um allgemeine Hinweise und Ratschläge – einen Denkanstoß. Lass Dich daher zu den beschriebenen Mitteln unbedingt noch einmal individuell beraten.

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Survial Huette bauen

Hin und wieder finde ich Menschen im Netz, die – oder besser deren Fähigkeiten –  einfach nur beeindruckend sind. So wie dieser Junge Mann aus Australien.

Auf seinem Youtube-Kanal „Primitive Technologies“ zeigt er regelmäßig, was sich ohne modernes Werkzeug und mit reichlich Geschick und Wissen so alles anstellen lässt.

Reichlich beeindruckt hat mich dabei seine Fähigkeit, aus dem Nichts beeindruckende Survival-Hütten entstehen zu lassen, für die der Ausdruck „Unterschlupf“ wirklich untertrieben erscheint.

Ich kann nur empfehlen, dass Ihr Euch ein wenig zeit nehmt und die stillen aber wirklich eindrucksvollen Videos einmal anzusehen. Wer weiß, vielleicht wird einer dieser bauten einmal Euer erstes Haus in freier Natur, wenn es gilt, aus dem nichts irgendwo neu anzufangen.

Eine Grashütte bauen

Zu Beginn, um ein wenig Steigerungspotential zu lassen, die schlanke Variante: eine einfache Grashütte mit viel Raum.

 

Eine Lehm-Fachwerk-Hütte

Dieses Modell ist schon etwas Bleibenderes. Wer in der Lage ist, eine solche Lehm-Fachwerk-Hütte zu bauen, bringt sich uns seine Familie doch recht komfortabel unter. Echter Survival-Luxus mit Kamin. Viel besser geht es kaum.

 

Eine Ziegldach-Hütte wird gebaut

Sagte ich, viel besser ginge es nicht? Ok. Vielleicht doch. Hier bewegen wir uns schon fast im Bereich der Massivbauweise. Diese Hütte ist mehr als nur ein Unterschlupf. Sie eignet sich, um Wochen oder gar Monate im Wald auszuhalten. Und wer hat gesagt, ein Survivor muss auf Annehmlichkeiten wie eine Fußbodenheizung verzichten? Aber seht selbst.

 

Ich weiß nicht, ob Euch diese Fähigkeiten beim Hüttenbau ebenso beeindrucken wie mich selbst. Ehrlich gesagt würde mich aber alles andere überraschen. Normalerweise würde ich an dieser Stelle dazu auffordern Kommentare zu hinterlassen, oder uns auf Facebook zu folgen. Vor lauter staunen, muss ich Euch aber statt dessen dringend ans Herz legen, Primitive Technologies auf Youtube zu folgen. Der Mann hat es mehr als nur verdient und der Kanal hat noch einiges über das Thema Hütten bauen hinaus zu bieten.

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orientierung anhand der umgebung

Wie orientierst Du Dich in der Natur und findest Deinen Weg? In meiner Serie zum Thema Orientierung stelle ich Dir die verlässlichsten und manchmal auch ungewöhnlichsten Methoden zur Orientierung vor. Nachdem wir uns in der letzten Woche mit der Orientierung am Polarstern befasst hatten, geht es in der heutigen Folge um Merkmale Deiner unmittelbaren Umgebung, die Dir den Weg weisen.

Nehmen wir an, Du bist im Freien und weißt ungefähr in welche Himmelsrichtung Du gehen musst. Allerdings weißt Du nicht genau, wo die Himmelsrichtungen liegen. Für diese Betrachtung lassen wir die Sonne einmal außen vor – nehmen wir an, der Himmel ist weit über eine Bewölkung hinaus verdunkelt. Du kannst Dich also nur an den Dingen am Boden orientieren. Hier gibt es mindestens drei Methoden, die ich im Folgenden kurz besprechen werde.

Methode I – Orientierung durch Bäume

Eine der bekanntesten Methoden ist, sich an den Bäumen zu orientieren. Diese Ausführungen beziehen sich allerdings auf Mitteleuropa, da wir uns hier mit klimatischen Erscheinungen befassen, die natürlich nicht auf der ganzen Welt gelten.

Da der Wind im Allgemeinen häufig vom Atlantik aus über Europa weht, haben wir eine sogenannte Wetterseite. Achte beim Wetterbericht einfach mal darauf, aus welcher Richtung sich zumeist die Wolken über Deutschland hinweg bewegen und Du wirst eine Richtung von West nach Ost erkennen.

Diese dauerhafte Ausrichtung des Windes zeigt sich auch an den Bäumen. So sind die in eine Richtung gebogenen Bäumen nach Osten gebogen. Der Wind biegt aber nicht nur die Bäume selbst, sondern sorgt auch dafür, dass der Niederschlag somit zumeist nach Osten fällt. Aus diesem Grund sind Bäume an einer Seite zumeist mit Moos bewachsen. Diese Wetterseite zeigt nach Westen.

Methode II – Satellitenschüsseln als Orientierungshilfe

Falls Du aber den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, solltest Du in unseren Breiten jedoch schnell eine Siedlung oder ähnliches entdecken. In vielen Haushalten, vor allem auf dem Land, wird das Fernsehen mit einer Satellitenschüssel empfangen. Die dazu gehörigen Satelliten haben ihren Orbit auf Höhe des Äquators, das heißt, sie umrunden die Erde parallel zu den Breitengraden. Da wir auf der nördlichen Halbkugel liegen, sind die Satellitenschüsseln hier nach Süden ausgerichtet.

Methode III – Orientierung durch Kirchen

Es gibt noch etwas ältere Empfangsgeräte. Jedes noch so kleine Dorf hat in ihrem Zentrum auf jeden Fall eine Kirche. Und wie Muslime nach Mekka beten, so beten Christen nach Jerusalem. Die Konzentrierung auf die Heilige Stadt brachte es im Mittelalter mit sich, dass auch alle Karten (oder das was man als Karte damals bezeichnete) nach Osten ausgerichtet waren – Europa lag links, Afrika rechts, der Atlantik unten und der Nahe Osten oben.

Auch wenn Jerusalem von Mitteleuropa aus eher südöstlich gelegen ist, so sind doch die Kirchen hierzulande strikt nach Osten ausgerichtet. Meist zeigt das Kirchenschiff nach Osten und der Turm nach Westen – wichtig ist die Blickrichtung der Gemeinde auf den Altar und damit nach Jerusalem.

Bei jüngeren Kirchen in urbanen Gebieten fiel diese Ausrichtung häufig aus pragmatischen Gründen weg. In diesen Fällen findet sich aber meistens ein Wetterkreuz auf dem Kirchturm.

Bildquelle: wikipedia.org

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Vor Erfrieren retten, bei Energieausfall

Im Zuge der Flutkatastrophe im Jahr 2002 fielen vielerorts die Strom- und Wärmeversorgung zusammen. Da es sich im August ereignete, waren die Folgen weniger verheerend – im Gegensatz zu einer winterlichen Katastrophe.

Solange Du keine alternative Energiequelle zur Absicherung hast, werden Deine eigenen vier Wände schnell zu einem unwirtlichen Ort. Kalte Nächte, kalte Heizkörper, es fallen eine Menge alltäglicher Dinge weg, die Dein Zuhause recht ungemütlich machen werden. Deshalb kann es für das Überleben  Deiner Familie entscheidend sein, zu wissen, wie Du sie warm halten kannst. Im Folgenden werde ich die wichtigsten Punkte besprechen, die Dich und Deine Familie warm halten werden.

 

Lass die Kälte vor der Tür

Das erste, was Du zu tun hast, ist Dein Haus in ein Gewächshaus zu verwandeln, um das Entweichen der Wärme zu minimieren. Dazu brauchst Du:

  • Plastikfolie
  • robustes Klebeband (duct tape)
  • Handtücher
  • alte Kleidung und Stoffreste
  1. Schließe alle Fenster und Türen im Haus. Überprüfe, ob die Fenster dicht sind. Doppelfenster sind in dieser Hinsicht von großem Vorteil.
  2. Überziehe die Innenseite der Fenster mit Plastikfolie und befestige sie an den Rändern mit Klebeband. Die Folie wird einen Treibhauseffekt bewirken. Beachte bei dieser Versiegelung jedoch Deine Kohlenmonoxid-Werte. Dafür gibt es praktische CO-Melder zu kaufen.
  3. Benutze die Lumpen, um die zügigen Stellen Deines Hauses zu verschließen. Das ist vor allem der Bodenbereich vor Türen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, woher der Luftzug kommt, kannst Du mit einem Feuerzeug auch die kleinsten Luftzüge aufspüren.

 

Halte Dich warm

Um Deine Körpertemperatur hochzuhalten, benötigst Du:

  • Kleidung (mehrere Lagen)
  • warme Socken
  • Wollmütze
  • Essen
  • Wasser
  • Wärmflasche
  • Wärmepads
  1. Zuerst solltest Du wissen, dass Du die meiste Wärme am Kopf und an den Füßen verlierst. Es reicht also nicht, ein paar warme Pullover anzuziehen. Solange Du keine Mütze und ein paar dicke Socken trägst, wirst Du weiterhin frieren. Auch Handschuhe helfen hier. Allgemein gesprochen, solltest Du soviel wie möglich Haut bedecken.
  2. Trage mehrere Lagen an Kleidung. Ich empfehle drei Lagen, die ungefähr so aussehen:
    • Erste Lage: Lange Unterhosen und ein Unterhemd (Baumwolle ist hierbei angenehmer, reine Wolle hält jedoch mehr Kälte ab)
    • Zweite Lage: Ein engmaschiges Hemd und darüber eine Strickjacke, eine lange Hose, die ein wenig Raum zwischen sich und der Unterhose lässt, eine dicke Wollmütze (gern auch maskenartigen Varianten für’s Gesicht)
    • Dritte Lage: (Du brauchst sie womöglich nur, wenn Du das Haus verlässt.) Ein dicke Jacke, die auch die Hüften bedeckt und eine Kapuze besitzt

 

  1. Wickle Dich und Deine Familie in Decken ein. Wenn ihr „alle unter einer Decke steckt“ wird die Körperwärme am effizientesten genutzt. Bedeckt auch die Köpfe, sodass der Atem die Luft unter der Decke besser erwärmt.
  2. Ich meine nicht, dass Du bis zur Erschöpfung durch die Wohnung rennen solltest. Aber Du solltest zumindest Deine Muskel an- und abspannen, während Du eingewickelt in Deinem Bett sitzt. Muskelbewegung erzeugt Körperwärme – weshalb wir auch zu zittern anfangen, wenn wir frieren. Also sitze nicht wie eine starre Eisfigur im Bett, sondern halte Deine Muskel in Bewegung, um Wärme zu produzieren.
  3. Benutze eine Wärmeflasche. Wenn Du Wasser erhitzen kannst, solltest Du Wärmeflasche mit heißem Wasser füllen und unter die Decke stecken. Alternativ kannst Du aber auch Wärmepads benutzen oder andere Sachen erwärmen (alte Bügeleisen wurden beispielsweise mit einem erhitzten Stein betrieben).
  4. Entzünde ein paar Kerzen. Kerzen produzieren neben Licht auch Wärme. Achte jedoch sorgfältig darauf, wo Du sie hinstellst, lasse sie nicht unbeaufsichtigt und lösche sie bevor Du einschläfst.
  5. Wenn Du seit einer Weile nichts gegessen hast, fällt es Deinem Körper zunehmend schwerer, Hitze zu produzieren. Du solltest fetthaltige Nahrung zu Dir nehmen – am besten erwärmt. Du wirst Dich entspannter und wärmer fühlen, nachdem Du gegessen hast.
  6. Trinke ausreichend Wasser. Wenn Dein Körper dehydriert ist. Fällt es Deinen Muskeln schwerer zu kontrahieren. Füttere also Deine Muskeln mit ausreichend Wasser, aber übertreibe es dabei nicht, denn der Weg zur Toilette wird mit Wärmeverlust einhergehen. Allerdings solltest Du den Toilettengang auch nicht hinausschieben, denn auch Deine Blase wird auf Körpertemperatur gehalten und verbraucht dadurch unnötig Energie.
  7. Versuche, Dich zu entspannen. Denke nicht daran, wie kalt es ist. Das wird Deinen Zustand nur verschlimmern. Stell Dir einen Sommerurlaub oder einen Lagerfeuer vor. Positives Denken ist sehr wichtig in diesen Situationen.

 

Ich hoffe, diese Hinweise helfen Dir, wenn Du eine oder zwei kalte Nächte durchstehen musst. Was sind Deine Ideen oder Erfahrungen zu dem Thema? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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Wie orientierst Du Dich in der Natur und findest Deinen Weg? In meiner Serie zum Thema Orientierung stelle ich Dir die verlässlichsten und manchmal auch ungewöhnlichsten Methoden zur Orientierung vor. Nachdem wir uns in der letzten Woche mit der Orientierung am Mond befasst hatten, geht es in der heutigen Folge um den Polarstern.

 

Der Stern des Nordens

Er ist sicherlich einer der berühmtesten Sterne am Firmament und ist auf der ganzen Nordhalbkugel bekannt. Die alten Griechen nannten ihn Cynosura (Hundeschwanz, aufgrund seiner Lage im Sternbild des Hundes, heute: Kleiner Bär) oder Phoenice, nach dem berühmten Seefahrervolk.

Im Englischen ist neben Polaris auch die Bezeichnung Lodestar zu finden, was dem mittelhochdeutschen Wort für Leitstern entspricht. Wenn irgendeine Sprache neben der Sonne auch nur einen Stern benennen kann, so wird es mit Sicherheit der Polarstern sein. So wichtig ist er! In Fachkreisen wird er allerdings schlicht und einfach α UMi genannt (Alpha Ursae Minoris, erster Stern des Kleinen Bären).

Um genau zu sein ist der Polarstern noch nicht mal ein Stern, sondern ein Doppelstern mit einem Begleiter. Das heißt ein sehr heller Stern wird von einem kleineren Stern mit geringem Abstand (aus unserer Sicht) umkreist, während ein noch kleinerer diese beiden in größerem Abstand umkreist.

Unser Auge nimmt allerdings nur einen Stern war: Polaris. Seine Helligkeit gehört zur zweiten Größe unter den Sternen, das heißt: es gibt noch hellere Sterne. Ich schreibe das hier, weil es landläufig verbreitet ist, den Polarstern als hellsten Stern zu bezeichnen. Das ist er bei weitem nicht. Sein ganzes Verdienst liegt an seiner nahezu gleichbleibenden Position über dem nördlichen Pol der Erde – er würde seine Position auch besser halten, wenn unsere Erde nicht kreiseln würde. Sein voller Ruhm ruht also auf seiner Verwendung bei der Navigation – wie, das erfahrt Ihr hier!

 

Orientieren mit Hilfe des Polarsterns

Es gibt grundsätzlich zwei Methoden den Polarstern zu finden, indem Du von anderen Sternbildern ausgehst. Aber keine Sorge, die ein oder zwei Sternbilder, die Du brauchst, sind die am einfachsten zu findenden am gesamten Nachthimmel.

Ich persönlich verwende stets die erste Methode und beschreibe hier die zweite nur der Vollständigkeit halber. Es versteht sich von selbst, dass diese Methoden nur für die nördliche Hemisphäre gelten. Es gibt leider keinen vergleichbaren Südstern der südlichen Hemisphäre, der ähnlich leicht zu sehen ist.

Methode Eins

Hierfür musst Du das Sternbild des Großen Bären kennen. Es wird im Deutschen auch gern als Großer Wagen bezeichnet und ist in Mitteleuropa ganzjährig zu sehen. Der hellste Teil besteht aus sieben auffallend leuchtenden Sternen, die ein trapezförmiges Viereck und ein sehr flaches Dreieck bilden.

Auf der dem Dreieck entgegengesetzten Seite des Vierecks liegen die Sterne Merak und Dhube. Diese werden auch als Polweiser bezeichnet, weil die Strecke zwischen ihnen fünfmal verlängert zum Polarstern führt. Diese Verlängerung muss an der Seite angesetzt werden, an der auf der anderen Seite des Vierecks das Dreieck gelagert ist – Du verstehst es sofort, wenn Du einen Blick auf die Abbildung wirfst.

polarstern-grosser-wagen

Methode Zwei

Für diese Variante brauchst Du noch das Sternbild Kassiopeia. Du wirst es vielleicht nicht beim Namen kennen, aber Dir wird vermutlich schonmal eine aus fünf Sternen bestehende Zickzacklinie am Himmel aufgefallen sein, die den Buchstaben W bildet. Auch dieses Sternbild ist bei uns das ganze Jahr über sichtbar. Von dem mittleren Stern des Ws kannst Du eine Linie zum Stern des Dreiecks im Großen Bären ziehen, der dem Viereck am nächsten liegt. Auf der ungefähren Mitte dieser Linie liegt der Polarstern.

polarstern-Kassiopeia

Warum so kompliziert?

Du stellst Dir vielleicht die Frage, warum Du überhaupt erst von anderen Sternbildern ausgehen musst. Warum sich nicht einfach die Position und Gestalt des kleinen Bären/Wagen einprägen, dessen äußerster Stern der Polarstern ist?

Wenn Du ein guter Astronom bist, ist dagegen nichts einzuwenden. Doch für uns andere ist es sinnvoller, eine dieser Methode zu benutzen. Entweder Du bist weit entfernt von Großstädten, dann ist der Himmel derart von Sternen übersät, dass Du sicherlich nicht ohne weiteres den nicht sonderlich hellen Polarstern mitsamt seines Sternbildes findest.

Oder Du bist eben in der Nähe oder in einer Großstadt, dann ist das Licht der Umgebung zu stark, um die meisten bekannten Sterne zu sehen. In beiden Fällen wirst Du aber den Große Wagen und die Kassiopeia erkennen – ihre Helligkeit und Formation fällt Dir sofort ins Auge. So können Dir lediglich Wolken das Finden des Polarsterns verwehren.

Bildquelle Infografik: wikipedia.org, bearbeitet

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Dein Bug-Out-Bag sollte möglichst klein und leicht sein, um nicht selbst zum Hindernis zu werden. Dabei musst Du immer wieder Entscheidungen für oder gegen einzelne Bestandteile fällen. Manches findest Du vielleicht in einer kleineren oder leichteren Variante und schaffst somit wieder Raum für andere Dinge. Doch bei manchen Sachen hast Du keinen Spielraum.

Ein Liter Wasser zum Beispiel lässt sich weder verkleinern, noch wird er jemals weniger als ein Kilogramm wiegen. Doch bei anderen Teilen Deines Proviants sind Größe und Gewicht durchaus nicht in Stein gemeißelt. Im Folgenden stelle ich Euch deshalb die beste Verpflegung vor, die Ihr für längere Märsche wählen könnt: Pemmikan!

 

Was ist Pemmikan?

Pemmikan wurde von den Ureinwohnern Nordamerikas erfunden und ist ein nährstoffreiches Lebensmittel, das größtenteils aus Fleisch hergestellt wird. Das Wort leitet sich aus der Bezeichnung für Fett („pimii“) bei den Cree-Indianern ab, die von den Rocky Mountains bis an die Atlantikküste siedelten. Pemmikan wurde aus gedörrtem Bisonfleisch, Talg und Knochenmarksfett hergestellt und diente auf langen Reise als leicht zu tragende aber nährstoffreiche und lang haltbare Verpflegung.

Beef jerky
Beef Jerky aus Rindfleisch (Quelle: wikipedia.org)

Es verbreitete sich schnell und die Irokesen der Ostküste fügten beispielsweise noch getrocknete Beeren hinzu und nannten es Mokakin. Gerichte mit einer ähnlichen Zubereitung sind allerdings auf der ganzen Welt bekannt gewesen, so wird in Südamerika ein Gericht namens Charqui aus gepökeltem Trockenfleisch hergestellt. Darüber hinaus ist von Nomadenstämmen in Westafrika sowie der Mongolei, von tibetanischen Hirten und selbst von den Kelten Nordeuropas eine Zubereitung pulverisierten Trockenfleisch bekannt. Von den Pionieren in Amerika übernommen, wurde es bald auch im Militär und bei Expeditionen, wie zum Beispiel dem Wettlauf zum Nordpol, als Proviant verwendet. Heute wird es noch von Wanderern und anderen Outdoor-Sportlern genutzt.

 

Woraus besteht Pemmikan?

Während die erste Variante lediglich aus Fett und Dörrfleisch eines Bisons hergestellt wurde, kamen später Trockenfrüchte und bei der militärischen Nutzung auch noch Getreide hinzu. Gleichwohl es im Rothaargebirge wieder Wisente, die europäischen Verwandten der Bisons, gibt, wird für die Zubereitung heute zumeist auf Rindfleisch zurückgegriffen. Dieses wird, in kleine Streifen geschnitten, getrocknet und anschließend zu Pulver zermahlen und mit der dreifachen Menge an Fett, genauer gesagt Schmalz, sowie den Früchten und anderen Zutaten vermischt.

Pemmikan wiegt nur ein Fünftel des anfänglich verwendeten Fleisches und ist ungekühlt jahrelang haltbar. Je nach Zubereitung kommen auf 100 Gramm etwa 600 kcal. Damit ist es, meines Wissens, die absolute Nummer Eins der Welt. Zum Vergleich: Eine Forelle bringt bei 100 g nur 52 kcal, ein Rinderfilet nur 115 kcal, Kochschinken 264 kcal und das beste in Sachen Energiegehalt in unserer Küche, die Salami, schafft nur 511 kcal. Und dabei würde all diese Lebensmittel für 100 g mehr Platz als Pemmikan benötigen, jedoch schneller verderben. Somit brauchst Du lediglich 366 g, um eine Tagesration von 2200 kcal bei Dir zu haben – ideal für Deine Bug-Out-Bag!

 

Zubereitung

Wenn Ihr genau wissen wollt, was in Eurem Pemmikan drin ist, dann bereitet es am besten selbst zu. Das Trocknen dauert ungefähr einen Tag – beachtet dabei: je geringer die Hitze, desto gehaltvoller bleibt das Fleisch. Die Zutaten sind stets vorhanden und Ihr könnt Eure eigenen Rezepte kreieren. Neben Trockenfrüchten und Getreide kann man auch Pilze verwenden, allerdings können diese Zutaten die Haltbarkeit verringern. Wie es geht, seht Ihr hier:

 

 

Du kannst Pemmikan heute auch kaufen, ein paar Anbieter haben sich extra auf Abenteuerlustige und Outdoor-Spezialisten eingestellt. Passt aber auf, dass Ihr kein Hundefutter kauft, denn dafür wird es auch gerne verwendet und meist als „Energie-Riegel“ angepriesen – obwohl es vermutlich nur ein paar Abstriche in Sachen Geschmack macht. Manche bezeichnen es auch als „Jerky Beef“ und ähnliches, was genau genommen nur Dörrfleisch bedeutet. Die meisten Marken verstehen sich mehr als herzhaften Snack für zwischendurch, denn als Notfall-Proviant, deshalb müsst ihr genau schauen, wie hoch der Energiegehalt des jeweiligen Produktes ist.

Gute Pemmikan:

Die richtig energiereichen Varianten kreiert Ihr am besten zu haus.

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